2004 Fiano di Avellino – Béchar – Cantine Antonio Caggiano

Nach einer längeren Pause wegen Urlaub eines Kollegen gefolgt vom eigenen gibt es heute einen Eintrag über einen weißen Italiener. Dank Prosecco, Pinot Grigio und jetzt Lugana, gehören Weine dieser Gattung eher nicht zu meinem Beuteschema. Aber ein Land voller autochtoner Rebsorten kann ich nicht mein Leben lang ignorieren, und deshalb werde ich mir in nächster Zeit wohl die eine oder andere Flasche zu Gemüte tun, bis die Italo-Vino-Phobie vollkommen auskuriert ist.
Die Fiano-Rebe stammt aus Kampanien wo sie schon 1240 erste schriftliche Erwähnung fand. Je nachdem, welcher Quelle man jetzt glauben mag, sind die Weine nur jung zu genießen (Wikipedia) oder können auch gut gelagert werden (Wine Grapes). Mit einem 2004er Jahrgang wäre der Wein nach Wikipedia wohl nicht mehr genießbar.
Frisch aus dem Kühlschrank zeigt sich der Wein noch etwas derb. Frischer Brotteig. Es folgen eine Hauch Mango, etwas Honig und getrocknete Birne.

Der erste Schluck gibt sich voll mit einer anregenden Säure, die einen Hauch länger im Mund verweilt. Eine Abfolge von getrocknetem Obst, Apfel, dann Birne, Feige und zum Abschluss Rosinen.

Mit dem Erwärmen des Weins kommt buttrige Mango, getrocknete Birne abwechselnd mit gekochter Birne raus. Ab und an blitzt auch etwas geröstete Haselnuss hervor. Erinnerte mich etwas an den 1996er Pacherenc, nur nicht ganz so expressiv.
Ein weiterer Schritt ist getan, meine Vorurteile abzubauen. Außerdem hat sich gezeigt, dass Wikipedia nicht immer zu trauen ist. Zu viele Köche.

pH: 2.85
Brix: 6.9
Alkohol: 13% Vol

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