2007 Vidadillo, menguante, Viñedos y Bodegas Pablo

Vidadillo, eine wahrlich obskure Rebsorte aus Zaragoza, Aragón, Spanien. Kein Eintrag im 9600 Rebsorten umfassenden „Dictionnaire Encyclopédique des Cépages“ von Pierre Galet, auch nicht zu seinem Synonym Crespiello. Im 1368 Rebsorten umfassenden „Wine Grapes“ von Jancis Robinson et al. ein 6-zeiliger Eintrag, in dem geklärt wird, dass sie nicht mit Grenache identisch ist.

Ein Besuch auf der Homepage der Viñedos y Bodegas Pablo erklärt, dass es sich beim Vidadillo um eine alte, spät reifende Rebsorte handelt. Der Wein selbst wird nicht erwähnt. Auf der Flasche steht  keine Angabe zum Anbaugebiet oder Alkoholgehalt.

Mal sehen, was der Wein so kann…

Im Glas fällt sofort die sehr dunkle Farbe auf. Fast schwarz.

Dann in der Nase zuerst Kirschjoghurt mit Körnern, leichter Zimt gefolgt von Pflaumenmus, etwas später leichter Hauch von Wild, Tabak und Nelke.

Der erste Schluck zeigt kräftige Tannine, gute Säure, die aber von den Tanninen überdeckt wird. Reife Wildkirschen mit Kern (leichter Bitterton) gefolgt von Hibiskus-Tee.

Am nächsten Tag dann ein weiterer Versuch.

Das erste Glas zeigt noch keinerlei Veränderungen. Da muss Sauerstoff ran. Also zweites Glas und 20 mal von Einem ins Andere gegossen. Jetzt öffnet sich der Wein mehr.

Beginn wieder mit Kirschjoghurt und Körnern, Pflaumenmus etwas stärker als am Tag davor. Diesmal neben Zimt auch Nelken. Danach Bananenbrot gefolgt von Pain de Mie. Etwas später dann gekochte, überreife Ananas und getrocknete Feige.

Im Mund Tannine, aber auch eine salzige, danach pfeffrige Note. Der Bitterton von gestern ist weiterhin da, die Tannine stimulieren die Säurerezeptoren der Zunge. Frische Pflaumen mit hohem Schalenanteil (Bitter) und Pain de Mie.

Gerne nochmals zu einem Hirschbraten, oder Rehragout.

pH: 3.0

Brix: 8.8

Alkohol: 14% Vol

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