2009 Ibizkus Tinto, Monastrell Pie Franco, Totem Wines

Die wahrscheinlich größte Katastrophe für die Weinwelt neben der Einführung von Wein-Punkten war wohl die Ankunft der Reblaus in Europa, die innerhalb von kürzester Zeit einen Großteil der Rebflächen dezimierte. Gegen sie schien kein Kraut gewachsen zu sein, bis man endlich herausfand, dass ein Aufpropfen auf Wurzelstöcke amerikanischer Wildreben der Zerstörung Einhalt gebieten konnte. Weitere wirksame Mittel gegen die Reblaus waren regelmäßiges Überschwemmen des Rebackers sowie der Anbau auf sandigem Boden.

Die rote Rebsorte Monastrell aus Spanien erwies sich als ein Problemkind, bis zur Mitte des letzen Jahrhunderts war es nicht gelungen, einen geeigneten Untersatz für sie zu finden. International ist sie bekannter als Mourvedre oder Mataro, beides abgeleitet von Orten in Spanien, in der sie angebaut wurde.

Der Ibizkus Tinto von Totem Wines, einem Weingut, welches auf Ibiza sowie im Roussillon tätig ist, ist ein Monastrell, der seine eigenen Wurzeln behalten hat. Die Reben wurden vor 40-50 Jahren auf sandigem Boden gepflanzt und somit vor der Reblaus gesichert.

Im Glas fällt sofort die relativ helle Farbe auf. In der Nase etwas Wildbret, Pfeffer, Marzipan, etwas Pflaume und Brombeere.

Im Mund offenbart sich eine leckere Säure, Mineralität und leichte Tannine. Unreife Pflaume, Lorbeer, leichte Orangenschale mit feinem Bitterton im Abgang.

Ein für das Anbaugebiet überraschendes Ergebnis, hatte ich hier eigentlich eine kräftige, dunkle Tanninbombe nach Parkerschem Gusto erwartet.

pH: 3.45

Brix: 7.6

Alkohol: 13.5 Vol%

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