2011 Ne fais pas sans blanc – Vin de France – Sylvain Bock

Und wieder mal hat mich wärend des Urlaubs, jetz in Montpellier angekommen, ein Vin Naturel überrascht. Nicht das dass noch zur Gewohnheit wird…

Wir hatten am Tag vorher eine Reservierung für das „Le Ban des Gourmands“ am Place de Carnots getätigt, was relativ gute Bewertungen bei Tripadvisor bekommen hatte. Dann sollte es aber ab Mittag den ganzen Tag in Strömen regnen, so dass ich in Flip-Flops und meine Begleitung in Surfschuhen und Ballerinas im Gepäck das Haus verließen. Nicht ohne durch die tiefe Pfütze waaten zu müssen, die direkt vor dem Hauseingang war.

Der Empfang im Restaurant war sehr freundlich, das Menü auf verschiedenen Tafeln sehr kompliziert, die Tafel mit den Weinen dafür sehr übersichtlich, so 8 Flaschen von jeder Farbe. Das geschulte Auge erblickte sofort den Vin de France, meiner Erinnerung nach für 23€, die freundliche Besitzerin schaute nochmal in ihren Unterlagen nach, um mir dann zu sagen, dass es sich dabei um einen Wein aus Chardonnay und Grenache Blanc handelt, eine wenig gesehene Kombination. Die Flasche wurde bestellt und schon das Etikett deutete stark auf einen Vin Naturel hin, die Zeichnung, der Begriff „artisan vigneron“, auf der Rückseite der Hinweis auf Lagerung von unter 14°C, und dass nur sehr wenig geschwefelt wurde. Neben den 14° Grad, hat der Wein auch noch 14% Vol. Weiterhin stellte sich dabei heraus, dass Monsieur Bock aus dem Nachbardorf von Monsieur Doulmet ( siehe Lot 2011 Pendolina) kommt.

Im Glas irritierte zuerst ein leichter rosa Farbstich. Bei Grenache Gris hätte ich das noch nachvollziehen können, aber nicht beim Blanc.

Wie so oft schon bei Vin Naturels erlebt, erst mal eine leichte Essignote, die sich dann schnell verflüchtigte (Flüchtige Säure…). Danach aber direkt kräftig fruchtig, gekochter Apfel, Rosine und Himbeerkerne.

Im Mund wirkte er voll, mit ausgewogener Säure, gefühlte 5g Restzucker, den Alkoholgehalt von 14% Vol ließ er sich nicht anmerken.

Die Aromen von Apfeltarte mit Rosinen und Vanillecreme (die Begleitung bestand auf Apfelstrudel mit Vanilleeis, aber wir waren ja in Frankreich) verblüfften, erwartete die Zunge jetzt noch die Süße. Alles in allem ein beeindruckender Wein, passte gut zu meinem Fisch, noch besser wohl zu einem leckeren Huhn, aber nicht zu Apfelstrudel mit Vanilleeis, da der Wein ja leider trocken ist. Zum Käse war er ausgezeichnet!

Ach ja, das Essen war gut, vielleicht etwas teuer und etwas Abwechslung bei den Beilagen wäre auch nicht schlecht gewesen, aber es stand ja auch nur ein Koch mit einer Küchenhilfe in der kleinen Küche. Bei den Desserts unbedingt die Variation bestellen, da ist von allem was dabei und man muss sich nicht ärgern, wenn man einen Gâteau Chocolat bestellt und dann 5 kleine Küchlein ohne Soße oder Deko auf einem Teller bekommt.

desseret

Ich bitte die Qualität der Fotos zu entschuldigen, aber meine Smartphone-Kamera kommt im Dunklen ohne Blitz nicht so gut zurecht.

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