Schlagwort-Archive: Frankreich

Das Land mit der besten Wein-PR seit Jahrhunderten. Hier werden sie gemacht, die berühmtesten Weine der Welt. Von Burgunder, Bordeaux und Champagner, aber auch noch viele andere.

Ohne Jahrgang, Le Rouge qui Tache, Abouriou, Lassolle

Direkt auf der ersten Seite der Rebsortenvorstellung im neuen Mammutwerk für Rebsorten von Jancis Robinson, Julia Harding und José Vouillamoz wird die Abouriou-Traube als dunkel, tanninreich und säurearm beschrieben. Ihre Wurzeln hat sie in den Côtes du Marmandais, Südwest-Frankreich.

Auf der Natur-Wein Messe im belgischen Olne im April diesen Jahres bin ich auf der Suche nach einem reinen Abouriou auf die Winzerin Stéphanie Roussel gestoßen. Sie ist eine von drei mir bekannten Winzern die die Traube sortenrein abfüllt. Ansonsten sind da noch Elian da Ros aus Marmandais und Domaine le Fay d’Homme an der Loire zu nennen.

Mein erster Eindruck auf der Messe war eher durchwachsen. Ein starker Duft von Hefe und Käse störte die vorhandene Brombeere. Stéphanie Roussel meinte, man sollte den Wein erst mal 3 Stunden vorher dekantieren, dann würden diese „Fehlnoten“ verschwinden. So habe ich mir dann ein paar Flaschen in den Kofferraum gepackt und heute eine von ihnen geöffnet.

Direkt aus der Flasche zeigen sich wieder Hefe und reifer Harzer. Gefolgt von gekochtem Apfel und Pflaume mit Mandel. Mit dem langsamen Erwärmen (der Wein wurde sehr kühl gelagert, um Nachfermentation zu vermeiden, da ungeschwefelt) schiebt sich reife Brombeere in den Vordergrund, die Hefe lässt nach, nur der Harzer bleibt. Die Brombeere wird duftiger, reifer, mit leicht blumigem Charakter, erinnert an Créme de mûre.

Im Mund zeigt sich der Wein sehr sanft und weich. Die auch von der dunklen Farbe versprochenen Tannine bleiben aus, Säure hält sich in Grenzen, eine ganz leichte Süße unterstreicht den süffigen Charakter. Im Nachgeschmack leichte, reife Brombeere.

Dekantiert, verschwindet wirklich die Hefe komplett, der Käse fast ganz. Was bleibt, ist leckerer Brombeersaft. Ein perfekter Rotwein für einen lauen Sommerabend, wenn man sich die Zeit zum Dekantieren nimmt.

Le Rouge qui tache – der Rote, der färbt.

pH: 3.63

Brix: 6.9

Alkohol: 12.5 %Vol

2001 Maccabeu Plénitude, Mas Amiel, Vin de Liqueur

Das Roussillon, der Sonnenofen Frankreichs mit großem spanischen Einfluß, scheint das neue El-Dorado der Weinwelt zu werden. Viele neue Weingüter, die mit viel Geld entstehen. Hier gibt es noch einige uralte Weinberge zu günstigen Preisen zu erwerben, die in den richtigen Händen gute, konzentrierte Weine liefern können. Es sind leider nicht die internationalen Sorten, sondern oft spanischen Ursprungs wie Grenache, Carignan ( Mazuelo) oder hier Macabeo (Viura).

Mas Amiel, ein relativ großer Betrieb, hat sich auf Vin Doux Naturel (kurz VDN) spezialisiert, bietet aber auch trockene Weine beider Couleur an. Und ist eines der wenigen Weingüter, das dies auch mit einem reinen Macabeo tut, der sonst meist zusammen mit anderen Trauben gemischt vinifiziert wird.

Bei den Vin Doux Naturel handelt es sich um süße Weine, die entgegen ihrem Namen nicht von Natur aus süß sind, sondern, bei denen die Fermentation mit Alkohol gestoppt wird, so dass eine mehr oder weniger hohe Süße erhalten bleibt, ähnlich wie beim Port-Wein.

Mas Amiel geht noch einen Schritt weiter. Die Trauben wachsen auf schwarzen Schieferböden mit guter Drainage. Wenn sie reif sind, werden sie geerntet und auf dem Schieferboden ausgelegt, so dass sie unter Einfluss von Sonne, Wind und schwarzem Schiefer trocknen. Erst dann werden sie gepresst, halb fermentiert und die Fermentation durch Zugabe von Alkohol gestoppt.

 

Und das kann sich schmecken lassen:

In der Nase: Honig, karamelisierter Apfel, getrocknete Ananas, leichte frische Haselnuss. Der erste Schluck zeigt sich voll, süß, aber auch mit angenehmer Säure. Danach erfolgt ein kleiner Film, den ich nach dem dritten Schluck irritiert timen musste.

Vorhang auf mit karamelisierter Ananas.

Sekunde 7: Karamelisierter Apfel

Sekunde 15: Salziges Karamell

Sekunde 25: Honigkuchen

Sekunde 35: getrocknete Feigen

Sekunde 45: leichter Bitterton, Apfelkern, hält noch eine ganze Weile an.

Das war wirklich großes Kino.

Am besten, einfach so genießen. Meines Wissens nach, der erste Jahrgang dieses Weins.

 

pH: 2.9

Brix: 20

Alkohol: 15 %Vol

2008 Melon à queue rouge, Domaine de la Pinte, Arbois Pupillin

In den Bergregionen Europas gibt es noch viele indigene Rebsorten.

Man denke an das Wallis mit Petite Arvine, Amigne, Cornalin oder die Pyräneen mit den Mansengs, Duras, Prunelard, oder das Jura.

Hier hat sich neben Trousseau und Poulsard auch noch die Melon à queue rouge erhalten. Dabei handelt es sich nicht um eine Variante des Melon de Bourgogne (man denke Muscadet), sondern um eine Mutation des Chardonnay (Nachbarregion Burgund) mit rotem Stengel und kleinen Beeren, wird sie nur hier in geringen Mengen angebaut , da sie leider krankheitsanfällig ist. Unter anderem von der Domaine de la Pinte in Arbois-Pupillin, die übrigens auch einen leckeren Macvin aus der Savagnin-Traube abfüllen.

In der Nase erst Apfel von einer Streuobstwiese (nichts Charakterloses aus dem Supermarkt) gefolgt von Birne und Marzipan. Danach leichtes Veilchen und Kleehonig.

Im Mund erweist sich der Wein als relativ voll mit gut gepufferter Säure, die im Nachgeschmack noch mal rauskommt.

Hier dann getrocknete Apfelschale, leichte Zitrus (überreife Limette, Saft und Schale) und Rosinen (Tertiär-Aroma) im Abgang, gefolgt von gekochtem Rhabarber mit etwas Pfeffer.

Sehr lecker zum „So trinken“, aber auch ideal zu Poulet à la normande.

Am zweiten Tag kommt deutlich Eiche zum Vorschein.

 

pH: 2.66

Brix: 6.1

Alkohol: 12.5 %Vol

2012 Coteaux du Giennois – Terre de Silex Sauvignon Blanc

Terre de Silex 2012

Terre de Silex 2012

Alle Welt trinkt Sauvignon Blanc aus Neuseeland, Sancerre oder Pouilly Fumé. Aber es gibt auch noch andere Gebiete, die gut geeignet für den Anbau, aber noch fast unbekannt sind.

So ist mir der Coteaux du Giennois von Clémens & Florian Berthier in die Hände geraten, eine kleines Gebiet nur 10km nördlich von Sancerre. Bei den Rotweinen sind hier Pinot Noir und Gamay, bei den Weißweinen hauptsächlich Sauvignon Blanc, manchmal auch noch alter Sauvignon Gris ansässig.

Vom Boden und Klima ähnelt das Gebiet sehr stark dem Sancerre. Nur ist es bei weitem nicht so bekannt und kann deshalb auch nicht die selben Preise erzielen. Was aber auch heisst, dass hier so schnell keine Super-Premium-Weine zu erwarten sind.

Die jungen Winzer Clément und Florian Berthier, sind die Söhne von Jean-Marie Berthier, einem traditionellen Winzer aus Sancerre. Beide haben Auslandserfahrung (USA, Neuseeland), waren aber auch im Burgund tätig. Ob sich das auch im Glas wiederspiegelt?

In der Nase sticht als eine kräftige Grapefruit hervor, gefolgt von saftigen Muskatellertrauben und Holunderblüte. Es folgen dann leichter Jasmin, Birne, ein Hauch von Tonka-Bohne und Bananen-Kaugummi.

Im Mund überrascht dann eine durchaus kräftige Säure. Der Eindruck von Grapefruit wird stärker, ein leichter Bitterton, vergleichbar mit der weißen Grapefruithaut unterstreicht dieses zusätzlich. Der Säure entgegen steht eine geschmeidige Fülle, die sie etwas einbindet aber letztlich doch nicht mithalten kann.

Alles in allem ein guter Wein zum Essen, ideal zu Ceviche aber als Trinkwein ist die Säure doch zu markant.

pH: 2.7

Brix: 6.3

Alkohol: 12.5 %Vol

 

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