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„Neu“-Züchtung, verantwortlich für jede Menge charakterlosen Weißwein.

Traubensaft Battle Schweiz vs Österreich, Müller Thurgau vs Grüner Veltliner

Nach den alkoholreichen Feiertagen gibt es heute einen Rebsorten-Battle ohne den Kater-machenden Grundstoff. Aber keinen entalkoholisierten Wein, sondern die Vorstufe: Traubensaft. Meist wird im Supermarkt ein generischer Traubensaft in den Farben Rot oder Weiß angeboten. Manchmal wird die Herkunft des Mostes angegeben, die Rebsorten aber nicht. Bei vorweihnachtlichen Einkäufen in Düsseldorf sind mir aber je zwei sortenreine Traubensäfte in den Farben Rot und Weiß  in die Hände gefallen.

Von der Staatskellerei Zürich ein Müller-Thurgau (bzw. Riesling-Sylvaner) und ein Pinot Noir (Blauburgunder), beide aus Züricher Trauben, je 0.75 Liter unter 4€ bei Mövenpick.

Vom Stift Klosterneuburg ein Grüner Veltliner und ein St. Laurent. Beide ungefiltert und aus den eigenen extensiven Weingärten rund um den Großraum Wien und mit Vitamin C vor Oxidation geschützt. Diese kommen als Literflasche daher, 5.50€ bei Manufactum.

Um den Traubensaft haltbar zu machen, wurden sie wohl alle pasteurisiert, was Aromen-Verlust und -Veränderungen hervorbringen kann.

Auch ob die Säfte von jungen Rebstöcken stammen, deren Trauben noch nicht legal zur Weingewinnung verwendet werden dürfen, kann ich nur spekulieren.

Heute kommen erstmal die Weißen zum Zuge.

Schweiz/Müller-Thurgau:

Im Glas klar, zeigt sich kein besonders hervorstechendes Aroma. Blind würde ich auf Traubensaft tippen. Milde Säure, nur leichte Süße, relativ voll. Im Mund dann Honig, Banane und gekochte Birne im Nachgeschmack.

pH: 3.25

Brix: 15.2

Österreich/Grüner Veltliner:

Der Veltliner ist trüb, zusätzlich zum Traubensaft hat es etwas gekochte Tomate in der Nase. Auch hier eine milde Säure und volles Mundgefühl, bei einer im Vergleich etwas kräftigeren Süße. Honig mit langem Ananas-Finnish. Am Boden der Flasche lässt sich Weinstein finden.

pH: 2.98

Brix: 16.2

Süffiger und aromatischer, hat hier der Veltliner die Nase vorne.